Manipulieren die Lehrbücher der Ökonomie?

Meine Kollegin Silja Graupe von der Cusanus-Hochschule hat eine Studie zur Frage verfasst, ob ökonomische Lehrbücher manipulieren. Download der Studie (pdf)

Überblick von Silja Graupe dazu (Auszug)

  • In der Studie gehe ich systematisch dem Vorwurf der Indoktrination, d. h. der Vermittlung einer unkritischen Übernahme von Weltanschauungen oder sogar Glaubenssätzen im Rahmen
    ökonomischer Standardlehrbücher nach.
  • Am Beispiel zwei der weltweit wichtigsten und einflussreichsten Standardlehrbücher – die
    Economics von Samuelson und Nordhaus sowie Mankiws Economics weise ich explizit vielfältige
    Formen der für Studierende unbewusst bleibenden Formen der Beeinflussung auf.
  • Die Methoden der Beeinflussung, die zum Einsatz kommen, sind etwa ideologisches und selektives Framing, Metaphorisches Mapping, Förderung peripherer, d.h. unkritischer Routen der
    Informationsverarbeitung und bloße Appelle an die Autorität der (Wirtschafts-)Wissenschaft.
  • Alle diese Methoden zielen auf die unbewusst bleibende gedankliche Veränderung von
    Deutungsrahmen (Frames) ab und sind dazu geeignet, das generelle Verständnis der Studierenden von sich selbst und der Welt im Unbewussten umzustrukturieren (Reframing).
  • Diese Methoden entsprechen nicht den Kriterien einer Wissenschaft, die nach wissenschaftlicher Objektivität strebt. Das Kernproblem liegt folglich nicht im mathematischen Analyseinstrumentarium der Neoklassik.

Ausführliche Infos auf der Homepage von Silja Graupe.